D Bezahlte und unbezahlte Arbeit

Indikator

D5

NutzerInnen von Pflege- und Betreuungsleistungen des Fonds Soziales Wien in Prozent (2015)

Gleichstellungsziel 1

Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben

Die Nutzung von Pflegeeinrichtungen wird über unterschiedliche Leistungen, die vom Fonds Soziales Wien gefördert werden, dargestellt. Dies umfasst zum einen ambulante Pflegedienste „zu Hause“ (Heimhilfe, Hauskrankenpflege und 24-Stunden-Pflege), zum anderen Angebote in Wohn- und Pflegeheimen (Betreutes Wohnen, Pflegeplätze in Wohn- und Pflegeheimen, Pflegeheime mit ärztlicher 24-Stunden-Betreuung) sowie Tageszentren für SeniorInnen.

Sowohl innerhalb der stationären Angebote als auch der ambulanten Angebote werden weniger intensive Einrichtungen wie Heimhilfe und Betreutes Wohnen stärker genutzt. Die Heimhilfe als Unterstützung und Betreuung bei der Haushaltsführung und den Verrichtungen des täglichen Lebens, wie z.B. Unterstützung bei der Körper-pflege, Wärmen von Mahlzeiten oder Erledigung kleiner Einkäufe, umfasst mit knapp 23.000 KlientInnen eine Betreuungsquote von rund 17% der WienerInnen in der Altersgruppe 75plus [Anm.1]. Pflege und Betreuung werden dagegen nur von 15% dieser Zielgruppe in Anspruch genommen. 24-Stunden-Pflege zu Hause betrifft in Wien nur rund 2% der Zielgruppe, d.h., intensive Betreuung erfolgt damit primär in stationären Einrichtungen.

Zwischen 2011 und 2015 ist die Zahl der vom Fonds Soziales Wien geförderten Leistungen bei ambulanten Pflege- und Unterstützungsdiensten (von insgesamt 32.000 auf 35.000 Leistungen) sowie der Betreuung in Tageszentren (von 2.000 auf 2.200) gestiegen, bei stationären Leistungen hingegen gesunken. Umgerechnet auf die wachsende Zielgruppe ist die Betreuungsquote der ambulanten Pflegedienste mit 26% gleichgeblieben, bei stationären Diensten dagegen von 18% auf 15% gesunken. Dies kann zum Teil aus strukturellen Veränderungen oder veränderter Dokumentation der Pflegeangebote resultieren.

Gleichstellungsziel 1

Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben

Anmerkung 1

Für die Pflege und Betreuung von pflegebedürftigen Erwachsenen wird eine fiktive Betreuungsquote errechnet, die die Zahl der NutzerInnen mit der Wiener Wohnbevölkerung in Beziehung setzt. Mangels Daten hinsichtlich der Zahl der pflegebedürftigen Erwachsenen wird dafür die Altersgruppe 75plus als zentrale Zielgruppe der Leistungen verwendet.