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Indikator

E3

Freizeit

Fokus 2016: Frauen mit Migrationshintergrund

Gleichstellungsziel 2

Gendergerechte Freizeitinfrastruktur

Basierend auf Ergebnissen der SOWI-II-Daten zeigte sich im Jahr 2013, dass Frauen und Männer gleich häufig Kontakt zu ihren Freundinnen und Freunden haben und in gleichem Ausmaß als kontaktarm bezeichnet werden können. [Anm.2]. Ob und inwiefern sich dieses Ergebnis für 2015 bestätigen lässt, kann aufgrund der fehlenden Aktualisierung der SOWI II an dieser Stelle nicht thematisiert werden.

Auf Basis der Daten des Wiener Frauenbarometers (2015) kann die Zufriedenheit mit Sozialkontakten von Frauen mit Migrationshintergrund in Wien näher thematisiert werden.

Rund neun von zehn Wienerinnen sind nach eigenen Angaben mit ihren Sozialkontakten sehr oder ziemlich zufrieden. Nach Migrationshintergrund zeigen sich nur geringfügige Unterschiede, wobei Wienerinnen mit Migrationshintergrund EU-Staat etwas unzufriedener sind. Als relevante Einflussfaktoren auf die Zufriedenheit mit den Sozialkontakten erweisen sich dagegen der Geburtsort und damit zusammenhängend die Aufenthaltsdauer. Während sich knapp zwei Drittel der gebürtigen Wienerinnen mit ihren Sozialkontakten sehr zufrieden geben (63%), entspricht der Anteil unter zugewanderten Wienerinnen nur etwas mehr als der Hälfte (53%). Von den Wienerinnen, die in den vergangenen fünf Jahren zugewandert sind, zeigt sich dagegen jedenfalls rund ein Fünftel mit ihren Sozialkontakten wenig oder gar nicht zufrieden.

Auch Armut erweist sich als ein zentrales Merkmal für die Zufriedenheit der Wienerinnen mit ihren Sozialkontakten. Fast die Hälfte aller nicht nicht armutsgefährdeten, aber lediglich rund ein Fünftel aller armutsgefährdeten Wienerinnen sind mit ihren Sozialkontakten sehr zufrieden.

Gleichstellungsziel 2

Gendergerechte Freizeitinfrastruktur

Anmerkung 2

Nach den Ergebnissen der SOWI-II-Erhebung haben 23% täglich Kontakt, 60% zumindest einmal wöchentlich, 13% der Frauen und 12% der Männer ein- bis zweimal pro Monat, und 4% der Frauen sowie 5% der Männer weisen seltener soziale Kontakte auf.