G Einkommen

Indikator

G1

Einkommensunterschiede

Gleichstellungsziel 1

Abbau der Einkommensunterschiede

Mehr als die Hälfte aller EinkommensbezieherInnen in Wien erwirbt ein Einkommen aus ausschließlich unselbstständiger Arbeit: Bei den Frauen sind das 55%, bei den Männern 60%. Mit einem jährlichen Bruttomedianeinkommen der Frauen von Euro 17.802,- und der Männer von Euro 22.598,- verdienen Frauen im Schnitt um 21% weniger als Männer. Das bedeutet, dass Frauen mit einem Medianeinkommen [Anm.1] von Euro 1.271,- monatlich um Euro 343,- weniger verdienen als Männer. Die zweitgrößte Gruppe bilden PensionistInnen mit 28% der EinkommensbezieherInnen. Das mittlere Einkommen von Pensionistinnen ist um Euro 800,- niedriger als jenes der unselbstständig erwerbstätigen Frauen. Bei Männern ist das mittlere Pensionseinkommen höher als jenes von unselbstständig Erwerbstätigen. Im Schnitt beziehen Frauen damit um ein Drittel weniger Pension als Männer. Selbstständig Erwerbstätige weisen entsprechend den Einkommenssteuerdaten deutlich geringere Medianeinkommen, aber einen großen Einkommensunterschied zwischen Frauen und Männern (32%), auf.

Bei den Mischfällen, wenn also gleichzeitig Einkommen aus unselbstständiger und selbstständiger Erwerbstätigkeit oder Pension bezogen werden, sind tendenziell die Einkommen als auch die Unterschiede zwischen Frauen und Männer höher – mit Ausnahme von gleichzeitigem Einkommen aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit und Pension. Insgesamt betreffen aber Mischfälle lediglich 10% der EinkommensbezieherInnen in Wien, sind also mengenmäßig für die Gesamtzusammenschau der Einkommensunterschiede von geringerer Bedeutung.

Das Nettomedianeinkommen von unselbstständig Beschäftigten liegt pro Jahr bei Euro 16.563,- für Frauen und Euro 19.948,- bei Männern. Die Steuerabgaben haben also einen ausgleichenden Effekt auf den Geschlechterunterschied und verringern ihn auf 17%. Aber dies bedeutet nach wie vor, dass Frauen mit einem Nettoeinkommen von Euro 1.183,- monatlich [Anm.2] im Schnitt um Euro 242,- weniger verdienen als Männer.

Die Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern vor Steuern zeigen ambivalente Entwicklungen zwischen 2009 und 2013: Der Geschlechterunterschied des Einkommens vor Steuern bei unselbstständig Erwerbstätigen ist leicht (von 22% auf 21%) und bei PensionistInnen um 3%-Punkte gesunken; dagegen ist er bei selbstständig Erwerbstätigen um 4%-Punkte gestiegen. Bei den ausschließlich Erwerbstätigen zeichnet sich insgesamt wenig Verringerung der Einkommensungleichheit zwischen Frauen und Männern ab. Unter Berücksichtigung von Steuern und Sozialabgaben (Einkommen nach Steuern) sind die Einkommensunterschiede um 4% zwischen Pensionistinnen und Pensionisten und um 6% bei den ausschließlich selbstständigen Erwerbstätigen gestiegen.

Gleichstellungsziel 1

Abbau der Einkommensunterschiede

Anmerkung 1

Jahreseinkommen durch 14.

Anmerkung 2

Jahreseinkommen durch 14.