H Armut und Soziale Sicherheit

Indikator

H7

Wohnbeihilfe

Gleichstellungsziel 3

Zugang zu Sozialleistungen für Frauen

In Wien beziehen im Jahr 2015 46.400 Personen eine Wohnbeihilfe. Der Frauenanteil der WohnbeihilfebezieherInnen liegt bei 60%. Bezogen auf Haushaltstypen werden deutlich mehr Wohnbeihilfen an „Frauenhaushalte“ als an „Männerhaushalte“ ausbezahlt: 50% der Wohnbeihilfen gehen an „Frauenhaushalte“, d.h., 30% an alleinstehende Frauen und 20% an Alleinerzieherinnen. Demgegenüber werden 21% der Wohnbeihilfen an „Männerhaushalte“ bezahlt, 20% an allein lebende Männer und 1% an Alleinerzieher. Paare mit Kindern stellen 23% der WohnbeihilfebezieherInnen und Paare ohne Kinder 5%.

Gemessen an der Zahl der Wiener Haushalte beziehen 6% der privaten Haushalte in Wien eine Wohnbeihilfe. Bei Alleinerziehenden fällt der Anteil der WohnbeihilfebezieherInnen mit 11% überdurchschnittlich hoch aus. Hingegen bezieht nur 1% der Ehepaare ohne Kinder eine Wohnbeihilfe. Der Anteil der WohnbeihilfebezieherInnen in Haushalten mit Kindern liegt ähnlich hoch wie bei allein lebenden Frauen und Männern (6% bzw. 5%). Die Anteile der WohnbeihilfebezieherInnen nach Haushaltstypen zeigen ähnliche Muster wie jene der Armutsgefährdung: Alleinerziehende weisen die höchste Armutsgefährdung auf, während Ehepaare ohne Kinder am geringsten von Armut bedroht sind.

Die Zahl der WohnbeihilfenbezieherInnen ist gegenüber 2013 von 48.800 Personen auf 46.400 gesunken. Damit zeigt sich ein leichter Rückgang in der Bezugsquote der Wohnbeihilfe bei Frauen und Männern sowie in allen Haushaltstypen.

Gleichstellungsziel 3

Zugang zu Sozialleistungen für Frauen

Anmerkung 3

Bedarfsgemeinschaften decken sich weitgehend mit Haushalten; in einem Haushalt sind aber auch mehrere Bedarfsgemeinschaften möglich. So können beispielsweise eine 50-jährige Mutter und ihr 30-jähriger Sohn zwei Bedarfsgemeinschaften bilden.

Anmerkung 4

Die BMS-BezieherInnen werden hierin mit der Wohnbevölkerung nach Haushaltskonstellation in Beziehung gesetzt. Dabei können Verzerrungen auftreten, weil Bedarfsgemeinschaften nicht immer mit Haushaltskonstellationen übereinstimmen s. Fußnote 3.