H Armut und Soziale Sicherheit

Indikator

H9

Förderungen der aktiven Arbeitsmarktpolitik

Gleichstellungsziel 3

Zugang zu Sozialleistungen für Frauen

Im Jahr 2015 wurden in Wien 97.000 Frauen und 87.000 Männer durch Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik, d.h., durch Qualifizierungsmaßnahmen, Beschäftigungsmaßnahmen (z.B. in Beschäftigungsprojekten) oder über Unterstützungsmaßnahmen (wie z.B. die Eingliederungsbeihilfe oder die Kinderbetreuungsbeihilfe), gefördert. Der damit erreichte Frauenanteil von 53% liegt deutlich über dem Frauenanteil der Arbeitslosen. Der Anteil des Förderbudgets, das für Frauen ausgegeben wird, liegt bei 48%. Differenziert nach Beihilfenart zeigt sich der höchste Frauenanteil bei den Unterstützungsmaßnahmen (55%). Dazu zählen auch Förderungen von Kinderbetreuungseinrichtungen und Kinderbetreuungsbeihilfen, die überwiegend an Frauen ausbezahlt werden; bei den kostenintensiveren Beschäftigungsprojekten erreicht ihr Anteil 50%. Außerdem liegt der Frauenanteil bei Qualifizierungsmaßnahmen mit 51% etwas unter dem Anteil der geförderten Personen.

Im Vergleich zu 2012 ist die Zahl der geförderten Personen leicht zurückgegangen (- 2%). Dies betrifft insbesondere Beschäftigungsmaßnahmen, die beinahe auf die Hälfte gesunken sind, während die Zahl der durch Unterstützungsleistungsmaßnahmen geförderten Personen stark gestiegen ist. Gleichzeitig ist der Frauenanteil der geförderten Personen um 6%-Punkte gestiegen und hat damit das vom AMS gesetzte Ziel von 50% übertroffen. Aber auch der für Frauen verausgabte Förderbudgetanteil ist um 4%-Punkte auf 48% gestiegen.

Gleichstellungsziel 3

Zugang zu Sozialleistungen für Frauen

Anmerkung 3

Bedarfsgemeinschaften decken sich weitgehend mit Haushalten; in einem Haushalt sind aber auch mehrere Bedarfsgemeinschaften möglich. So können beispielsweise eine 50-jährige Mutter und ihr 30-jähriger Sohn zwei Bedarfsgemeinschaften bilden.

Anmerkung 4

Die BMS-BezieherInnen werden hierin mit der Wohnbevölkerung nach Haushaltskonstellation in Beziehung gesetzt. Dabei können Verzerrungen auftreten, weil Bedarfsgemeinschaften nicht immer mit Haushaltskonstellationen übereinstimmen s. Fußnote 3.