I Wohnen und öffentlicher Raum

Indikator

I9

Nutzung von Parks

Fokus 2016: Frauen mit Migrationshintergrund

Gleichstellungsziel 2

Verbesserung der Nutzbarkeit des öffentlichen Raumes

Im Jahr 2013 besuchten Frauen und Männer gleich häufig Parks, wobei dies auf jüngere WienerInnen und WienerInnen mit Kindern öfter zutrifft. Für den Wiener Gleichstellungsmonitor 2016 fehlen aktuelle Daten der SOWI, weshalb die Parknutzung der Wienerinnen und Wiener an dieser Stelle nicht thematisiert werden kann.

Im Rahmen des Wiener Frauenbarometers (2015) wurde der Besuch von Freizeitorten von Frauen mit Migrationshintergrund erhoben. Basierend auf diesen Ergebnissen wird im Folgenden daher die Nutzung von (semi-)öffentlichen Räumen von Wienerinnen mit Migrationshintergrund näher dargestellt.

Insgesamt 31% der WienerInnen verbringen mindestens einmal pro Woche ihre Freizeit in Parks und öffentlichen Grünlagen, 26% in Einkaufszentren, 8% in Bibliotheken und Büchereien sowie 4% in öffentlichen Schwimmbädern. Mit Ausnahme von öffentlichen Schwimmbädern verbringen Wienerinnen mit Migrationshintergrund Drittstaat am häufigsten ihre Freizeit an den genannten Orten, gefolgt von Wienerinnen mit Migrationshintergrund EU/EFTA und Wienerinnen ohne Migrationshintergrund.

Einen Einfluss auf das Freizeitverhalten der Wienerinnen üben die verfügbaren finan- ziellen Mittel aus. Während nicht armutsgefährdete Wienerinnen ihre Freizeit häufiger an privaten Orten verbringen (vgl. Zandonella/Larcher 2015, S. 99), verbringen armutsgefährdete Wienerinnen diese häufiger in Parks und öffentlichen Grünanlagen sowie in Einkaufszentren, was unter anderem auch mit den ggf. beengten Wohnverhältnissen von Wienerinnen mit Migrationshintergrund zusammenhängen könnte. Öffentliche Schwimmbäder und Büchereien werden von armutsgefährdeten und nicht armutsgefährdeten Wienerinnen gleich häufig genutzt.

Gleichstellungsziel 2

Verbesserung der Nutzbarkeit des öffentlichen Raumes

Anmerkung 5

Muslimas werden im Frauenbarometer 2015 als all jene Frauen definiert, die sich als dem Islam zugehörig deklarieren und die ihre Religion als sehr oder ziemlich wichtig bezeichnen. Weiter wird angenommen, dass diese Frauen überdurchschnittlich häufig Kopftuch tragen oder eine dunklere Hautfarbe aufweisen, was auf einen Zusammenhang zwischen der Sichtbarkeit des Migrationshintergrundes und besonders zahlreichen Diskriminierungserfahrungen schließen lässt.