J Umwelt und Mobilität

Indikator

J4

Verkehrsmittelwahl

Gleichstellungsziel 2

Verbesserung der Mobilität von Frauen

Wie im Wiener Gleichstellungsmonitor 2013 gezeigt, unterscheiden sich Frauen und Männer bei der Häufigkeit der Nutzung unterschiedlicher Verkehrsmittel. Dies betrifft vor allem die Nutzung eines Autos und von öffentlichen Verkehrsmitteln: Knapp drei Viertel der Frauen, aber nur knapp zwei Drittel der Männer benutzen mehrmals die Woche oder fast täglich öffentliche Verkehrsmittel. Mehr als die Hälfte der Männer gibt an, häufig als Fahrer mit dem Auto unterwegs zu sein, was dagegen nur 35% der Frauen machen. Das Mitfahren im Auto wird von 16% der Männer noch seltener genannt als die Nutzung des Fahrrads. Erwerbstätige Frauen unterscheiden sich beim aktiven Autofahren stärker von nicht erwerbstätigen Frauen als von Männern (SOWI II 2011). Da keine aktuellen Daten der SOWI-II-Erhebung vorliegen, werden für den aktuellen Monitor die Ergebnisse zu Fußwegen und zur Fahrradnutzung der Gesundheitsbefragung 2014 verwendet.

Wie schon in der SOWI-II-Befragung gehen rund 90% der WienerInnen mindestens einmal pro Woche mehr als zehn Minuten zu Fuß. Allerdings geben auch 13% der Männer und 9% der Frauen an, dass sie nie oder seltener als einmal in der Woche mindestens zehn Minuten zu Fuß gehen. Dieser Anteil unterscheidet sich nicht nur nach Geschlecht, sondern auch nach Alter und Bildung: Besonders hoch ist der An-teil derjenigen, die selten länger als zehn Minuten zu Fuß gehen, bei Männern mit Pflichtschulabschluss (26%), im Alter zwischen 45 und 65 Jahren (17%) und unter erwerbstätigen Männern (16%). Bei Frauen sind die Unterschiede deutlich geringer, am stärksten zeigen sie sich zwischen erwerbstätigen und nicht erwerbstätigen Frauen: 13% der erwerbstätigen Frauen gehen weniger als einmal in der Woche mindestens zehn Minuten zu Fuß, unter nicht erwerbstätigen Frauen liegt der Anteil bei 7%. Frauen sind täglich tendenziell etwas länger zu Fuß unterwegs als Männer.

Frauen fahren weniger oft mit dem Fahrrad: 14% der Frauen und 21% der Männer fahren zumindest einmal pro Woche länger als zehn Minuten mit dem Fahrrad. Frauen sind nicht nur seltener mit dem Fahrrad unterwegs, sondern auch kürzer. Während 11% der Männer täglich mehr als 30 Minuten mit dem Fahrrad fahren, sind dies 8% bei den Frauen.

Gleichstellungsziel 2

Verbesserung der Mobilität von Frauen

Anmerkung 1

Laut EU-SILC 2015 liegt die Armutsgefährdungsschwelle bei rund Euro 13.956 (netto) pro Jahr bzw. Euro 1.163,- pro Monat für einen Einpersonenhaushalt.