J Umwelt und Mobilität

Indikator

J5

Dauer des Arbeitsweges

Gleichstellungsziel 2

Verbesserung der Mobilität von Frauen

Die Dauer des Arbeitsweges ist einerseits abhängig von der Entfernung zwischen Wohnort und Arbeitsort, andererseits von den verfügbaren und gewählten Verkehrs-mitteln. Da keine aktuellen Daten für die SOWI-II-Erhebung vorliegen, die für die Dauer des Arbeitsweges im Wiener Gleichstellungsmonitor 2013 verwendet wurden, wird hier auf die Erhebung der Statistik Austria im Rahmen des Ad-hoc-Moduls „Arbeitsorganisation und Arbeitszeitgestaltung“ der Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung 2015 zurückgegriffen, die allerdings weniger differenziert und mit abweichenden Zeitkategorien vorliegt.

Mit 28% weisen mehr Männer als Frauen (25%) einen kurzen Arbeitsweg bis zu 15 Minuten auf. Hingegen geben 33% der Frauen und 27% der Männer einen Arbeitsweg von mehr als 30 Minuten an, d.h., sie benötigen täglich mehr als eine Stunde zum Arbeitsplatz und zurück. Der längere Arbeitsweg von Frauen mag damit zusammenhängen, dass Männer häufiger einen Pkw benutzen, was vor allem die Anfahrtszeiten aus Wohngegenden in den Außenbezirken ohne direkten U-Bahn-Anschluss verrin-gert. Eine andere Erklärung wäre, dass Frauen andere Wege in ihren Arbeitsweg integrieren, bspw. Einkaufen.

Gleichstellungsziel 2

Verbesserung der Mobilität von Frauen

Anmerkung 1

Laut EU-SILC 2015 liegt die Armutsgefährdungsschwelle bei rund Euro 13.956 (netto) pro Jahr bzw. Euro 1.163,- pro Monat für einen Einpersonenhaushalt.