J Umwelt und Mobilität

Indikator

J7

Öffentlicher Verkehr

Gleichstellungsziel 2

Verbesserung der Mobilität von Frauen

In Wien wird Carsharing von den stationären Anbietern zipcar und Flinkster sowie den Free-Floating-Carsharing-Unternehmen car2go und Drive Now angeboten. Im Herbst 2014 ist Drive Now mit 430 Fahrzeugen hinzugekommen und hat das Angebot damit deutlich erhöht. Pro Tag werden rund 7.000 Wege mit Carsharing-Fahrzeugen zurückgelegt, was schon aufgrund der vergleichsweise geringen Anzahl der damit zurückgelegten Wege keine Konkurrenz, sondern eine Ergänzung zu öffentlichen Ver-kehrsmitteln darstellt. In der Evaluierung wird Carsharing eine positive Wirkung auf die städtische Mobilität attestiert, da durch ein Carsharing-Fahrzeug ca. fünf private Pkw ersetzt werden und die Autonotwendigkeit bei jeder Fahrt hinterfragt wird. D.h., der Carsharing-Pkw wird nur dann genutzt, wenn dieser persönliche Vorteile bietet (HERRY Consult 2015).

Die Zahl der NutzerInnen ist bei Free-Floating Carsharing deutlich höher als bei stationärem Carsharing, ist aber in beiden Fällen bei Frauen deutlich geringer als bei Männern: 0,29% der Frauen und 0,67% der Männer über 18 Jahre nutzen in Wien stationäres Carsharing; 4,9% der Frauen und 10,6% nutzen Free-Floating Carsharing. D.h., Männer nutzen beide Angebot mehr als doppelt so häufig wie Frauen. Carsharing spricht in Wien überdurchschnittlich stark vollzeiterwerbstätige Männer mittleren Alters mit akademischem Background aus den inneren Stadtbezirken an.

Hinsichtlich der Entwicklung ist mit dem Vergleich der Evaluationsergebnisse 2015 zur stationären und Free-Floating-Nutzung mit der zipcar-Nutzung von 2013 kein Anstieg des Frauenanteils ersichtlich. Der Frauenanteil bleibt in allen Angeboten unter einem Drittel, bei Flinkster bei einem Viertel (HERRY Consult 2015).

Gleichstellungsziel 2

Verbesserung der Mobilität von Frauen

Anmerkung 1

Da JahreskartenbesitzerInnen auch in anderen Bundesländern wohnen können, wird der Anteil der Wiener JahreskartenbesitzerInnen einerseits überschätzt, durch die kostenlose Fahrt und andere Vergünstigungen für Kinder andererseits auch unterschätzt.