K Gewalt

Indikator

K3

Wegweisungen, Betretungsverbote und Streitschlichtungen

Gleichstellungsziel 1

Sichtbarmachen und Senken von Gewalt durch (Ex-)PartnerIn

Im Jahr 2015 wurden 3.560 Polizeiinterventionen wegen Gewalt in der Familie erfasst, wobei bei 3.138 der Fälle Wegweisungen oder Betretungsverbote erlassen wurden, bei 385 Strafanzeigen ohne Wegweisung oder Betretungsverbote und in 37 Fällen Streitschlichtungen erfolgten. [Anm.2]

Umgelegt auf die EinwohnerInnenzahlen ergibt das für 2015 17,5 Wegweisungen pro 10.000 EinwohnerInnen in Wien. In Hinblick auf das Auftreten von Wegweisungen zeigen sich deutliche regionale Unterschiede. Im Polizeikommissariat (PK) Innere Stadt und PK Ottakring wurden 2015 die meisten Wegweisungen bzw. Betretungsverbote ausgesprochen, gefolgt vom PK Favoriten und PK Simmering, am wenigsten häufig im PK Liesing.

Im Vergleich zum Jahr 2012 haben sich die relativen Zahlen der Polizeiinterventionen wegen Gewalt in der Familie 2015 sehr ähnlich entwickelt. Insgesamt hat es etwas w-eniger Meldungen bei der Wiener Interventionsstelle (-141) gegeben, aber die Polizei hat im Verhältnis zur Gesamtzahl der Polizeimeldungen genau gleich viele Betretungsverbote (88%) ausgesprochen. So sind genau wie 2012 in 11% Strafanzeigen ohne Wegweisung erhoben worden, während bei 1% Streitschlichtungen erfolgt sind.

Im Verhältnis zu den EinwohnerInnen nahm in Wien die Zahl der Wegweisungen sowie Betretungsverbote um 1,2 Wegweisungen pro 10.000 EinwohnerInnen ab.

Gleichstellungsziel 1

Sichtbarmachen und Senken von Gewalt durch (Ex-)PartnerIn

Anmerkung 2

Abgesehen von den an die Wiener Interventionsstelle gegen Gewalt in der Familie gemeldeten Fällen werden keine Statistiken zu Polizeiinterventionen im Zusammenhang mit familiärer Gewalt erhoben. Es muss davon ausgegangen wer­den, dass die Gesamtzahl der Polizeiinterventionen im Zusammenhang mit familiärer Gewalt höher ist als die Zahl der an die Wiener Interventionsstelle gegen Gewalt in der Familie gemeldeten Fälle.