L Gesundheit

Indikator

L10

Beschäftigte in Wiener Krankenhäusern

Gleichstellungsziel 5

Gleiche Zugangschancen von Frauen in medizinische Berufe

Beschäftigte in Wiener Krankenhäuser beziehen sich in diesem Indikator auf Gesundheits- und KrankenpflegerInnen, die für die Versorgung und Betreuung von PatientInnen verantwortlich sind und die behandelnden ÄrztInnen. Der Pflegebereich ist ein frauendominiertes Beschäftigungssegment , wie dies der Frauenanteil unter angestellten Ärztinnen und Ärzten und unter Pflegekräften in Wiener Krankenhäusern und Krankenanstalten veranschaulicht. Bei Pflegekräften ist die Dominanz von Frauen am deutlichsten sichtbar: 2015 sind 83% der qualifizierten Pflegekräfte (Diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester bzw. Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger) und 76% der PflegehelferInnen Frauen. Unter den rund 7.800 in Wiener Spitälern beschäftigten Ärztinnen und Ärzten besteht mit einem Frauenanteil von 53% ein recht ausgeglichenes Geschlechterverhältnis. Der Frauenanteil sinkt aber in spezialisierten Bereichen und in Leitungsfunktionen deutlich ab. So sind Frauen unter den Ärztinnen und Ärzten in Ausbildung mit 60% überrepräsentiert, doch geht der Frauenanteil bei einer anschließenden fachärztlichen Ausbildung deutlich zurück und liegt nur noch bei 43%. Demgegenüber fällt der Frauenanteil mit 73% unter den Ärztinnen und Ärzten für Allgemeinmedizin deutlich höher aus. In Leitungsfunktionen (Klinikvorstehung, Primariat, ärztliche Leitung) sind Frauen lediglich mit 26% vertreten.

Im Vergleich zum Jahr 2012 ist der Anteil der Frauen bei Pflegekräften geringfügig um jeweils 1%-Punkt zurückgegangen, ebenso der Anteil der Ärztinnen in Ausbildung (um 2%-Punkte). Gestiegen ist jedoch der Anteil der Ärztinnen insgesamt (um 2%-Punkte), der Allgemeinmedizinerinnen (um 1%-Punkt), der Anteil der Fachärztinnen (um 2%-Punkte) und besonders der Anteil der weiblichen Leitungen (um 7%-Punkte).

Gleichstellungsziel 6

Gleiche Zugangschancen von Frauen in medizinische Berufe

Anmerkung 2

Seit 1. Jänner 2015 sind auch Frauen in gleichgeschlechtlichen Paaren anspruchsberechtigt. Bei lesbischen Paaren wird eine Insemination ohne medizinische Indikation nicht vom IVF Fonds unterstützt. Finanziert werden Behandlungs- und Medikamentenkosten; der Spendersamen muss im Rahmen eines Pauschalbeitrages selbst bezahlt werden.