L Gesundheit

Indikator

L5

Körperwahrnehmung von Mädchen und Buben

Gleichstellungsziel 4

Infragestellung von Schönheitsnormen

Grundlage für Essstörungen sind häufig unrealistische Schönheitsideale, die auch durch die öffentliche Darstellung von Frauen und Mädchen z.B. in den Medien verstärkt werden. Der Indikator 5 bildet die Einschätzung ihres Aussehens von unter- und normalgewichtigen sowie übergewichtigen bzw. adipösen Jugendlichen ab. Unter-, Über- und Normalgewichtigkeit orientiert sich am Konzept des Body Mass Index (BMI).

Insgesamt denken 44% der Mädchen und rund die Hälfte der Buben, dass sie ungefähr das richtige Gewicht haben. Von den übergewichtigen Mädchen sind 6% der Meinung, ungefähr das richtige Gewicht zu haben, jedoch glaubt das sogar ein Fünftel der Buben ebenso. Dagegen halten sich 93% der übergewichtigen Mädchen und 80% der Buben für zu dick. Von den unter- und normalgewichtigen Buben bezeichnen 57% ihr Gewicht als richtig, 18% sehen sich als zu dick. 50% der unter- und normalgewichtigen Mädchen bezeichnen ihr Gewicht als gerade richtig, 38% finden sich zu dick. Mädchen schätzen ihr Gewicht somit deutlich kritischer ein als Buben.

Im Vergleich zur Befragung 2009/2010 schätzen sich knapp 3% mehr Mädchen mit Unter- und Normalgewicht als „genau richtig“ ein. Innerhalb dieser Gruppe finden sich mehr Mädchen „viel zu dünn“ und etwas weniger Mädchen „viel zu dick“. Das heißt, dass sich die Körperwahrnehmung der zu dünnen und normalgewichtigen Mädchen etwas verbessert hat. Bei den zu dünnen und normalgewichtigen Buben hat sich im Zeitvergleich wenig verändert, die Unterschiede betragen maximal 1%-Punkt.

Die Einschätzung des eigenen Aussehens der Wiener Schülerinnen und Schüler nach Geschlecht und BMI ist nicht mehr in der Befragung enthalten und kann daher nicht mit dem Indikator des Wiener Gleichstellungsmonitors 2013 verglichen werden.

Gleichstellungsziel 4

Infragestellung von Schönheitsnormen

Anmerkung 1

Damit werden nur die schwersten Fälle erfasst, da grundsätzlich eine ambulante Behandlung angestrebt wird (vgl. Wiener Initiative gegen Essstörungen 2011).