L Gesundheit

Indikator

L7

Verhütung und Verhütungsmethoden

Gleichstellungsziel 5

Selbstbestimmte Reproduktion

Indikator 7 bildet den Anteil der Paare, die eine Verhütungsmethode anwenden, so- wie die Art der gewählten Verhütungsmethode ab. Die Datengrundlage bilden in den Jahren 2012 und 2015 von Gynmed durchgeführte standardisierte Befragungen, die für Wien gesondert ausgewertet wurden. Anders als 2012 wurde 2015 der Zugang von Männern und Frauen zu Verhütung getrennt erhoben, was den Vergleich mit der ersten Erhebung erschwert. Die genaue Frage lautete: „Haben Sie selbst (also nicht Ihr Partner) im letzten Jahr eine Verhütungsmethode angewandt?“ So wird die Kondomnutzung nur von Männern als Nutzern angegeben, die restlichen Werte wurden über die Befragung von Frauen gewonnen.

2015 geben 58% der Befragten an, dass sie in den letzten zwölf Monaten eine Verhütungsmethode angewendet haben. Die wichtigsten Formen der Verhütung sind bei Frauen die Pille (54%) und bei Männern das Kondom (74%), gefolgt von Coitus interruptus (8% für beide Geschlechter), Dreimonatsspritze (5%) und Kupferspirale (4%). Alle anderen Methoden (Selbstbeobachtung, Tage zählen, und andere Formen der Verhütung) werden seltener genannt (Hormonspirale, Verhütungspflaster, Verhütungsring, Sterilisation der Frau, Sterilisation des Mannes, Hormonstäbchen).

2012 geben 83% der Befragten in Wien an zu verhüten, was auch aufgrund der Ver-änderungen in der Befragung stark vom Wert 2015 abweicht. Ebenso ergeben sich Abweichungen in den Verhütungsarten.

Gleichstellungsziel 5

Selbstbestimmte Reproduktion

Anmerkung 1

Damit werden nur die schwersten Fälle erfasst, da grundsätzlich eine ambulante Behandlung angestrebt wird (vgl. Wiener Initiative gegen Essstörungen 2011).